Minijob: Kündigungsfrist

Minijob: Kündigungsfrist

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Ein Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung, bei der das Arbeitsentgelt nicht mehr als 520,00 € (früher 450,00 €) übersteigt oder die Arbeitszeit auf 70 Tage pro Jahr beschränkt sind. Minijobs sind eine gute Möglichkeit, um sich ein zusätzliches Einkommen zu verschaffen, ohne dass man eine Vollzeitstelle annehmen muss. Doch wie sieht es mit der Kündigungsfrist für Minijobs aus?

Was ist ein Minijob?

Ein Minijob ist eine Beschäftigungsform, bei der der Arbeitnehmer maximal 520,00 € pro Monat (früher: 450,00 € pro Monat) verdient. Es gibt zwei Arten von Minijobs: geringfügig entlohnte Beschäftigung (auch bekannt als 520-Euro-Job) und kurzfristige Beschäftigung.

Geringfügig entlohnte Beschäftigung ist eine längerfristige Beschäftigung, während kurzfristige Beschäftigung in der Regel auf maximal drei Monate begrenzt ist. Grundsätzlich werden für Minijobs Rentenversicherungsbeiträge bezahlt, aber eine Befreiung davon ist möglich.

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Kündigungsfristen für Minijobs

Die Kündigungsfrist für Minijobs beträgt in der Regel mindestens vier Wochen. Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer oder der Arbeitgeber die Beschäftigung mit einer Frist von vier Wochen kündigen kann. Es gibt jedoch einige Ausnahmen von dieser Regel, je nach Art des Arbeitsverhältnisses, Dauer der Beschäftigung und Kündigungsgrund.

Dauer des Arbeitsverhältnisses Kündigungsfrist
6 Monate (Probezeit) 14 Tage
2 Jahre 1 Monat
5 Jahre 2 Monate
8 Jahre 3 Monate
10 Jahre 4 Monate
12 Jahre 5 Monate
15 Jahre 6 Monate
20 Jahre 7 Monate

Kündigungsfrist für geringfügig entlohnte Beschäftigung

Für geringfügig entlohnte Beschäftigung beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen zum 15. oder zum Ende des Monats. Während der Probezeit, also wenn die Beschäftigung weniger als zwei Wochen gedauert hat, beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen. Wenn die Beschäftigung zwischen zwei und fünf Jahren gedauert hat, beträgt die Kündigungsfrist mindestens einen Monat zum Ende des Monats. Wenn die Beschäftigung mehr als fünf Jahre gedauert hat, beträgt die Kündigungsfrist mindestens zwei Monate zum Ende des Monats.

Kündigungsfrist für kurzfristige Beschäftigung

Für kurzfristige Beschäftigung gilt keine gesetzliche Kündigungsfrist, da sie in der Regel auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt ist. Wenn jedoch eine Kündigungsfrist vereinbart wurde, muss diese eingehalten werden.

Voraussetzungen an die Kündigung

Neben Einhaltung der Kündigungsfrist muss die Kündigung eines Minijobs noch weitere Kriterien erfüllen, damit diese wirksam ist: 

Ausnahmen von der gesetzlichen Kündigungsfrist

Es gibt einige Ausnahmen von der gesetzlichen Kündigungsfrist, die je nach Umständen und Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gelten können. 

1.) Außerordentliche Kündigung

In einigen Fällen kann auch eine außerordentliche Kündigung möglich sein, wenn es einen schwerwiegenden Grund gibt, der eine sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigt.

2.) Tarifvertrag 

Sind im Tarifvertrag individuelle Kündigungsfristen vereinbart, gelten diese auch für Mini-Jobber. 

3.) Kleinbetrieb

Arbeiten im Betrieb weniger als zehn Mitarbeiter, ist kein Kündigungsgrund nach dem Kündigungsschutzgesetz für eine Kündigung nötig. 

Was passiert bei Verstößen gegen die Kündigungsfrist?

Wenn der Arbeitgeber die Kündigungsfrist nicht einhält, haben Minijobber die Möglichkeit innerhalb von drei Wochen eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einzureichen. Nach Ablauf dieser 3-Wochen-Frist ist die Kündigung automatisch rechtswirksam, unabhängig davon, ob die Kündigungsfrist eingehalten wurde. In den meisten Fällen lohnt es sich die Möglichkeit, auf eine Abfindung zu prüfen und einen Rechtsanwalt zu kontaktieren. Dieser kann einerseits Ihre rechtlichen Chancen einschätzen, als auch (bei Mandatierung) die Kommunikation und Verhandlung mit dem ehemaligen Arbeitgeber für Sie übernehmen.

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