In 5 Schritten zur Abfindung?

Die Checkliste für Arbeitnehmer

Viele Menschen hoffen nach einer Kündigung oder Entlassung auf eine großzügige Abfindung - doch nicht jeder bekommt diese tatsächlich. Wie Ihre Chancen stehen und wie Sie dabei am besten vorgehen, erfahren Sie in den folgenden fünf Schritten:
1. Schritt: Chance auf Abfindung prüfen
Sollten Sie eine Kündigung erhalten haben und sich fragen ob Sie eine Chance auf eine Abfindung oder gar einen Anspruch auf Abfindung haben, sind folgende Fragen häufig von Relevanz:

  • Liegt eine etwaige Kündigung nicht länger als drei Wochen zurück?
  • Gibt es im Unternehmen mehr als zehn Arbeitnehmer?
  • Haben Sie mindestens sechs Monaten im Unternehmen gearbeitet?
Hinweis: Für z.B. Betriebsratsmitglieder, Schwerbehinderte, Schwangere, sowie Arbeitnehmende in Elternzeit, Mutterschutz und Pflege- oder Familienpflegezeit gelten Ausnahmeregelungen.

2. Schritt: Zügig handeln
Der Grund für eine Abfindung ist im Regelfall, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer kündigt und eine Kündigungsschutzklage verhindern möchte. Gleichzeitig gilt die Abfindung als Ausgleich für die mit der Auflösung des Arbeitsverhältnisses verbundenen Nachteile für den Arbeitnehmer. Trotzdem gibt es nach deutschem Recht in den meisten Fällen keinen Anspruch auf eine Abfindungszahlung. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es aber möglich, dass der Arbeitnehmer bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber eine Abfindung erhält. Eine essentielle Voraussetzung ist das Einhalten der Klagefrist: drei Wochen nach Eingang der Kündigung muss eine Kündigungsschutzklage erhoben werden. Diese ist das beste Druckmittel um gegen die Kündigung vorzugehen.
Je früher, desto besser - sollten Sie die Kündigung noch nicht bekommen haben, aber einen triftigen Grund haben diese zu erwarten, lohnt es sich sich vorsorglich zu informieren oder auch einen externen Rat einer Kanzlei mit dem Schwerpunkt auf Arbeitsrecht einzuholen. So sind Sie bestens vorbereitet und sparen Zeit, wenn Sie die Kündigung dann erhalten haben.

3. Schritt: Dokumente zusammentragen
Sammeln Sie alle arbeitsrelevanten Informationen und Dokumente, so können Sie, beziehungsweise Ihr Rechtsanwalt, am besten einschätzen, ob sich eine Abfindung aushandeln lässt.
Zu den relevanten Dokumenten gehören:

▢ Kündigungsschreiben
Arbeitsvertrag (und wenn vorhanden auch Änderungsverträge)
▢ die letzten drei Lohnabrechnungen
▢ (wenn vorhanden) zusätzliche Vereinbarungen wie Tarifverträge

4. Schritt: Rechtliche Unterstützung in Anspruch nehmen
Das Kündigungsschutzgesetz in Deutschland ist sehr komplex und beinhaltet viele Ausnahmen und Feinheiten. Dadurch wird es für die meisten Laien schnell schwer durchschaubar.
Neben der Expertise im Arbeitsrecht ist auch die Erfahrung eines Rechtsanwalts ein großer Vorteil. Dadurch, dass Anwälte tagtäglich mit ähnlichen arbeitsrechtlichen Fällen zu tun haben, kennen Sie die richtigen Taktiken und Strategien um Ihnen zu Ihrem Recht zu verhelfen. Eine gute Kanzlei berät Sie ausführlich, unterstützt Sie bei der Kündigungsschutzklage und verhandelt für Sie die bestmögliche Abfindung und regelt das Arbeitszeugnis gleich mit oder erwirkt eine Rücknahme der Kündigung.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme über 0800 7 150 150 oder www.hopkins.law.

5. Schritt: Abfindungshöhe verhandeln
Vielleicht haben Sie schon von der sogenannten Regelabfindung gehört, die sich aus dem Produkt von einem halben Bruttomonatsgehalt und der Anzahl der Beschäftigungsjahre errechnet. Ihre tatsächliche Abfindung kann auch erheblich unter oder über dem Betrag der Regelabfindung liegen.
Die Höhe der Abfindung setzt sich aus einer Vielzahl von Faktoren zusammen: einer der entscheidenden Faktoren ist oft das Verhandlungsgeschick, aber natürlich spielen auch die Beschäftigungszeit, die persönliche Situation und das bisherige Gehalt eine wichtige Rolle.





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